Rahmenbau für die Anlage
 
 
 
 
 

Für jede Modellbahn steht zunächst die Frage im Raum: Welche Grundlage benutze ich?


Es gibt hier viele Möglichkeiten die alle Vor- und Nachteile haben. Von Fertiganlagen über Holzplatten bis hin zu Modulen ist alles möglich. Es sollte aber auf genügend Stabilität und Verzugsfreiheit für einen großen Zeitraum beachtet werden. Was nutzt der schönste Untergrund wenn nach 5 Jahren alles schief und krumm ist.


Für diese Anlage wurde die Variante in Modulbauweise gewählt. Dadurch kann ein einfacher Transport auch bei größeren Anlagen gewährleistet werden, da hier die Maße der einzelnen Module  einfach an den vorhandenen Transportraum oder die Türmaße bei der Planung und dem Bau angepasst werden können. Das macht zwar mehr Arbeit, da mehrere kleine Rahmen benötigt werden, aber diese Variante bietet immer die Gelegenheit an Ausstellungen oder am Umzug der Wohnung ohne Umbau teilzunehmen.


Zunächst einmal sollte ein kompletter Gleisplan und die Landschaftsplanung erstellt werden. Für die Gleispläne gibt es genügend Software im Handel, von günstig und einfach bis preisintensiv und hoch professionell. Bei der Landschaft kommt es darauf an die Höhenlinien festzulegen da dies gegebenenfalls bei den Spannten der Anlage beachtet werden muss. Es ist also ratsam sich das Ganze aufzuzeichnen und die Spannten einzuzeichnen. Nun kann es an die Holzbeschaffung gehen. Es empfiehlt sich 10 mm Birkensperrholz für die Deckfläche und 12 mm Multiplex für die Seitenteile und Spannten. Kleiner Tipp: Nicht unbedingt in den Baumärkten einkaufen, Holzgroßhändler bieten hier meist bessere Konditionen.


Die Seitenwände sollten 10 cm breit geschnitten werden und die Spannten 9 cm. Damit liegt die Anlage immer nur auf den Außenkanten auf und kann nur schwer kippen. Sollten die Gleise nicht nur auf einer Ebene liegen, sollte dies auch bei den Spannten in der Höhe über der Anlage beachtet werden. Diese sollten dann entsprechend geschnitten werden, damit ein nachträgliches „Anpappen“ vermieden wird. Nachdem alle Teile zugesägt und geschliffen sind kommen wir zum Zusammenbau.




Die äußeren Rahmenteile werden auf einer ebenen Fläche entsprechend zusammengefügt. Als Kleber empfiehlt sich Holzkaltleim oder PU-Kleber (Fermacellkleber). Zur Sicherheit kann man Holzdübel oder Schrauben in den Außenecken verwenden.





















Die Spannten werden dann entsprechend eingesetzt. Ein Abstand von 40 cm ist ideal. Achtung: Die Spannten müssen auf der Oberseite der Anlage bündig mit den Außenkanten sein um ein Durchhängen der Deckplatte zu vermeiden! Und auch wichtig: Auf Rechtwinkligkeit achten! Es gibt in den Baumärkten gute Zwingen, die dies sicherstellen und mit denen man eigentlich gar nicht schief bauen kann. Wenn das Holzgerüst gut getrocknet ist wird die Deckplatte aufgeklebt. Wer will kann mit Schrauben nachhelfen. Normalerweise sollte eine ausreichende Beschwerung bei der Trocknung reichen. Ist alles getrocknet, dann wird es verschliffen. Besonders die Stirnseiten, welche mit anderen Modulen zusammenkommen, müssen plan sein, um Spalten in der Anlage zu vermeiden.






















Nun kommen wir zum ersten Zusammenbau. Die ersten beiden Rahmen werden mit Schraubzwingen zusammengefügt. Dabei ist auf absolute Passgenauigkeit zu achten. Eine Wasserwaage leistet hier gute Dienste. Sie sollte weder über die Schnittkante kippeln noch sollte dort eine Delle erkennbar sein. So weit außen wie möglich müssen jetzt Verbindungslöcher gebohrt werden. Bei breiten Anlagen sollte der Abstand der Löcher  60 cm nicht übersteigen.




Danach werden die Anlagen mit Flügelschrauben M8 fest verbunden. Nun kann das nächste Modul auf die gleiche Weise angesetzt werden und das Grundgerüst der Anlage steht.




Benötigtes Material:

−10 mm Birkenspeerholz

−12 mm Multiplex

−Flügelschrauben M8

−PU- oder Holzkaltleim

−Holzschrauben/Holzdübel


Benötigtes Werkzeug:

−Holzsäge

−Wasserwaage

−Schraubzwingen

−Akkuschrauber

−Bohrer

−Schleifmaterial

 

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